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o pequeno paraiso

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Unter den Deutschen Gemeinden im Süden Brasiliens findet sich neben Blumenau, Pomerode, Jahnberg oder Novo Hamburgo, auch der kleine Ort São Vendelino. Die Gemeinde mit gut 2.000 Einwohner*innen ist benannt nach der saarländischen Kleinstadt St.Wendel, aus deren Umland die einstigen Saarländer*innen auswanderten.

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Das Versprechen auf mehr fruchtbares Land lockte vor genau 200 Jahren die ersten Saarländer*innen aus dem Hunsrück nach Südbrasilien. Im Auftrag der brasilianischen Kaiserin warben private Kolonialgesellschaften ab 1824 deutschsprachige Bürger an, um den dünn besiedelten Süden des Landes zu bewohnen, zu bewirtschaften und wirtschaftlich aufzubauen. Besonders im Hunsrück, wo es jahrelang schlechte Ernten gab, fand das Versprechen vom geschenkten Land großen Anklang und veranlasste viele dazu, für immer ihre „Heimat“ zu verlassen.

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Dass es sich bei dem geschenkten Land nicht um gänzlich unbesiedeltes Gebiet handelte, führte zu gewaltvollen Auseinandersetzungen und der Vertreibung der indigenen Bevölkerung, von der im Süden Brasiliens kaum etwas übrig geblieben ist.

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