Die deutschen
in Maputo

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In Maputo, der Hauptstadt der ehemals sozialistischen Volksrepublik Mosambik, tragen seit über 30 Jahren jeden Mittwoch die so genannten „Madgermanes“ ihren Protest auf die Straße. Sie arbeiteten als Vertragsarbeiter in der DDR, wo sie um einen Teil ihres Lohnes betrogen wurden, den ihnen die mosambikanische Regierung bis heute nicht ausgezahlt
hat. Während sich einige noch immer den Demonstrationen anschließen, haben andere längst aufgegeben und versuchen einfach weiter zu leben.


Die Reihe entstand auf mehreren Reisen nach Maputo zwischen 2016 und 2021.

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RACHEL geht jeden Mittwoch zu den Madgermanes-Demonstrationen.
Die mosambikanischen Frauen in der DDR wurden gezwungen die Pille zu nehmen. Wenn sie doch schwanger wurden, schickte man sie sofort zurück nach Mosambik.

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TÓMAS war als Jugendlicher auf der Schule der Freundschaft in Staßfurt. Mittlerweile arbeitet er als Wächter für eine Gated Community am Stadtstrand von Maputo. Er genießt es mit einigen der Bewohner*innen auf deutsch reden zu können. Von den Demonstrationen hält er sich fern.

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NELSON hat drei Jahre als Vertragsarbeiter in einer Glasfabrik in Oschatz gearbeitet, Dort war er auch mit einer deutschen Frau zusammen. Dass er das Land nach der Wende verlassen musste, hat einen tiefen Schmerz hinterlassen. Als Fahnenträger steht er an der Spitze der Demonstrationen.

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